Warum Krieg?

Planet Erde in den 2020er Jahren. Klimawandel und Krankheiten bedrohen das menschliche Leben. Als wäre das nicht genug, führen wir immer noch Kriege. Ehe wir ergründen, warum das so ist, vorweg eine kurze Definition: Was ist Krieg? Einfach erklärt:

Krieg ist ein bewusst eingeleiteter und bewaffnet ausgetragener Konflikt zwischen zwei oder mehreren Parteien, zumeist Staaten. In der Regel geht es um das Durchsetzen machtpolitischer Ziele durch den Einsatz grober physischer Gewalt. Das Gegenteil von Krieg ist Frieden.

Mag eine Invasion, also das Vordringen bewaffneter Truppen auf fremdes Staatsgebiet, vom Invasor auch als »Friedensmission« bezeichnet werden: Spätestens, wenn die Waffen dabei zum Einsatz kommen, gegen militärische und erst recht gegen zivile Ziele, dann handelt es sich per definitionem um Krieg.

Dieser Beitrag befasst sich – aus gegebenem Anlass 🇺🇦 – mit einem Thema, das so alt scheint wie die Menschheit selbst. Es geht um die Gründe, warum Menschen einander bekriegen, mit Blick auf die Briefe zweier Denker aus dem 20. Jahrhundert.

Es geht um den Unterschied zwischen Krieg und Terror und zuletzt um die Frage, wie sich »einfache« Menschen dazu verhalten sollen, wenn um sie herum die Welt brennt.

🎧 Tipp: Über den aktuellen Krieg in Europa sprechen wir in Episode 9 unseres Podcasts Schrott oder Schrein.

Warum führen Menschen Krieg?

Menschen führen Krieg, weil ihnen ein zerstörerisches Bedürfnis innewohnt, so Einstein. Allgemein gelten die Gründe, warum Menschen Kriege führen, als komplexes Geflecht aus innerem Antrieb und äußeren Einflüssen. Meist muss auch zwischen vorgeschobenen und wahren Motiven unterschieden werden.

Mit der Frage Warum Krieg? – nicht bezogen auf einen bestimmten Konflikt, sondern Krieg allgemein – haben sich Albert Einstein und Sigmund Freud einst in einem Briefwechsel befasst. ✉️ Darin sinnieren sie auch über die Frage, ob es einen Weg gibt, die Menschen von der Bedrohung des Krieges zu befreien, denn:

Auch wenn der Rest des Universums noch lebensfeindlicher sein mag, so ist die Erde doch ein gefährlicher Ort. Der Planet wird beherrscht von einer Affenart, die sich selbst und allen anderen Arten das Leben dort schwermacht.

Manche dieser Affen sind gerade klug genug, ihre Angriffe wiederholt als »Friedensmission« zu etikettieren und auf dem Weltparkett den Schein der Legalität zu wahren.

Sämtliche Angriffe unter Artgenossen zu unterlassen, Energie und Geld statt in Aufrüstung lieber in die Erhaltung des Lebensraums zu stecken, so klug ist Homo sapiens aber lange nicht.

Dass sich zwei der größten Intellektuellen, die die Menschheit je hervorgebracht hat, dem Problem unserer Kriegstreiberei annehmen, schürt Hoffnung.

Dass es sich um zwei Intellektuelle des 20. Jahrhunderts handelt und deren Briefwechsel schon über 90 Jahre her ist, dämpft die Hoffnung wieder.

Eine Lösung zur Kriegsproblematik haben Einstein und Freud nicht gefunden. Trotzdem bleibt ihr Gedankenaustausch aktuell. Ein paar Ausschnitte.


Warum Krieg? · Einstein, Freud | PDF

Im Menschen lebt ein Bedürfnis zu hassen und zu vernichten. Diese Anlage ist in gewöhnlichen Zeiten latent vorhanden und tritt dann nur beim Abnormalen zutage; sie kann aber verhältnismäßig leicht geweckt und zur Massenpsychose gesteigert werden. (Einstein, S. 19)

Hinweis: Die Zitate und Seitenangaben stammen aus der Diogenes-Ausgabe von 1972 📖 (hier erhältlich). Via Academia lässt sich Briefwechsel als PDF herunterladen. (hier).

Gibt es eine Möglichkeit, Krieg ein für allemal zu beseitigen? Diese Frage erschien Einstein »beim gegenwärtigen Stande der Dinge als die wichtigste der Zivilisation«.

Deshalb machte er sie zum Thema des Briefwechsels mit Freud. Das war im Juli 1932. Ein Jahr, bevor Adolf Hitler in Deutschland an die Macht kam.

Wir sehen, das Recht ist die Macht einer Gemeinschaft. Es ist noch immer Gewalt, bereit sich gegen jeden Einzelnen zu wenden, der sich ihr widersetzt, arbeitet mit denselben Mitteln, verfolgt dieselben Zwecke; der Unterschied liegt wirklich nur darin, daß es nicht mehr die Gewalt eines Einzelnen ist, die sich durchsetzt, sondern die der Gemeinschaft. (Freud, S. 28f.)

Von der Gewalt des Einzelnen (das heißt: des Stärkeren) zur Gewalt aller und gegen diejenigen Einzelnen, die den Frieden zu bedrohen wagen, so die Idee, die hinter dem Recht steht.

Das »Recht« des Stärkeren

Die Idee des Rechts – die sich schon in Hesiods Lehrgedicht Werke und Tage von vor rund 2500 Jahren abzeichnete – gilt als eine der größten Errungenschaften der Menschheit.

Das Recht soll für Ruhe sorgen, für Frieden zwischen Familien und Völkern. 🕊️

Stattdessen kommt es bis heute immer wieder zur Perversion dieser Idee, dem »Recht« des Stärkeren – das kein Recht ist, sondern schlicht: jene alte Gewalt von Einzelnen im legalen Gewand.

[Ein] Ruhezustand ist nur theoretisch denkbar, in Wirklichkeit kompliziert sich der Sachverhalt dadurch, daß die Gemeinschaft von Anfang an ungleich mächtige Elemente umfaßt, Männer und Frauen, Eltern und Kinder, und bald infolge von Krieg und Unterwerfung Siegreiche und Besiegte, die sich in Herren und Sklaven umsetzen. (Freud, S. 30)

Einstein und Freud reflektieren in Warum Krieg? den Werdegang dessen, was wir Zivilisation nennen – von den im Dunkeln der Geschichte verborgenen Anfängen bis hin zum ungewissen Ausgang dieser Geschichte.

Was bleibt, ist Empörung

Es ist ein Werdegang, den Freud »mit der Domestikation gewisser Tierarten« vergleicht und meint, »ohne Zweifel bringt er körperliche Veränderungen mit sich«.

Ebenso aber führe die Fortentwicklung unserer Zivilisation zu einer Erstarkung des Intellekts und einer Verinnerlichung unserer aggressiven Neigungen.

Unsere Psyche wandele sich in einer Art, dass ihr der Krieg »in grellster Weise« widerspreche. Und deshalb, so Freud, »müssen wir uns gegen ihn empören!«

Doch in dieser Empörung erschöpft sich die Suche nach Mitteln gegen den Krieg auch schon. Freud an Einstein:

Sie sehen, es kommt nicht viel dabei heraus, wenn man bei dringenden praktischen Aufgaben den weltfremden Theoretiker zu Rate zieht. Besser, man bemüht sich in jedem einzelnen Fall der Gefahr zu begegnen mit den Mitteln, die eben zur Hand sind. (Freud, S. 43)

Mit den Mitteln, die eben zur Hand sind… in den 2020er Jahren sind damit zwar keine Stöcke und Steine gemeint – doch im Vergleich zur Übermacht der Anderen, der einzelnen Gewaltbereiten, erscheint es doch nicht viel mehr. 😔

Szene aus 2001: Odyssee im Weltraum.

Die gute Erde stirbt · Asimov | PDF

Die Diogenes-Ausgabe Warum Krieg? umfasst neben dem Briefwechsel von Einstein und Freud noch ein Essay von Isaac Asimov, dem berühmten Bio-Chemiker und Sci-Fi-Autor. (Ebenfalls im oben verlinkten PDF enthalten.)

Das Essay trägt den Titel Die gute Erde stirbt und thematisiert das Problem der Überbevölkerung. Ausgangspunkt ist die Frage, wie viele Menschen der Planet Erde aushalten kann. Zur Antwort führt Asimov einige Zahlen an: 20 Billionen Tonnen etwa, darauf belaufe sich schätzungsweise die Masse lebender Zellen auf Erde, zwei Billionen davon seien tierisches Leben.

Fürs erste kann diese Zahl als Maximalwert betrachtet werden, da sich das pflanzliche Leben der Quantität nach nicht vermehren kann, ohne daß die Sonnenstrahlung erhöht oder seine Fähigkeit, das Sonnenlicht zu verarbeiten, verbessert wird.

Das tierische Leben dagegen kann sich quantitativ nicht vermehren, ohne daß sich die Pflanzenmasse vermehrt, die ihm als Grundnahrungsmittel dient.

Dass sich die Zahl der Menschen vermehrt, begründet Asimov mit einem Rückgang des nicht-menschlichen tierischen Lebens auf Erden.

Jedes zusätzliche Kilogramm Menschheit bedeutet mit absoluter Zwangsläufigkeit ein Kilogramm nicht-menschlichen tierischen Lebens weniger.

Wir könnten also argumentieren, daß die Erde maximal eine Menschheitsmasse ernähren kann, die der gegenwärtigen Masse allen tierischen Lebens entspricht. Das wären nicht weniger als 40 Billionen [Menschen]. […] Allerdings würde daneben keine andere Spezies tierischen Lebens existieren.

In seinem Essay malt Asimov ein düsteres Bild davon, wie die Welt beschaffen sein müsste, um so viele Menschen zu beherbergen – und wie rasant sie diesem Szenario entgegen strebt. Kurzum: Es wird bald eng auf Erden. Zu bald, zu eng.

Kein Platz für Krieg auf dieser Welt

Das Szenario des Sci-Fi-Autors wirkt rückblickend übertrieben. Doch Asimovs Essay mündet in einer Botschaft, die relevant bleibt. Wie auch immer sich die Überbevölkerung im Detail entwickeln mag: Wir sind jetzt schon zu viele, um uns noch Kriege zu »erlauben«.

Selbst vor dem Hintergrund, dass wir statistisch gesehen in der friedlichsten aller Zeiten leben mögen, wie sie Steven Pinker in Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit (2011) beschreibt – das »bisschen« Gewalt, das wir gegenwärtig erleben, ist noch zu viel.

Gewalt ist auch das, was Viren unseren Körpern antut, und Viren-Bekämpfung unserer Gesellschaft. Gewalt kommt in Form von Naturkatastrophen über uns.

Und dann ist da immer noch die so unerträgliche dumme, unnötige Gewalt, die der Gesellschaft als »Recht« der Stärkeren von einzelnen wenigen gewaltbereiten »Patrioten« aufgezwungen wird. 🇷🇺

Die Welt ist zu klein für jenen Patriotismus, der zu Kriegen führt. Wir dürfen zwar auf unser Land, unsere Sprache, unsere Kultur oder unsere Traditionen stolz sein, aber es darf nur jener abstrakte Stolz sein, den wir einem Baseball-Team entgegenbringen – ein Stolz, der nicht von Waffengewalt gedeckt werden kann.

…im August 1939 schrieb Albert Einstein einem anderen Adressaten: dem US-amerikanischen Präsidenten Franklin Roosevelt.

Einstein warnte Roosevelt vor dem möglichen Bau einer Atombombe seitens der Deutschen – und betonte, dass man ihnen in dieser Hinsicht unbedingt voraus sein müsse. Sechs Jahre später warfen die Amerikaner selbst Atombomben ab.

Freud sollte diese Wendung der Geschichte nicht mehr erleben. Er starb 1939 in London. Dort versteckte er sich bereits vor den Nazis, die wenige Jahre später vier Schwestern von Freud in Konzentrationslagern ermorden würden.

Vom Nationalsozialismus ist es nicht weit zu der Frage, wo eigentlich der Unterschied zwischen Krieg und Terror liegt. Ein kurzer Exkurs.


Krieg und Terror · ein Unterschied?

Terror hat politische, religiöse und wirtschaftliche Gründe. Hierfür nutzen die Terroristen Bomben und Sprengstoffe. […] Kriege werden zwischen Staaten ausgefochten und Terroristen sind schlicht und einfach Kriminelle, die nur ihren eigenen Neigungen folgen.

Diese Antwort hat jemand in der 10. Klasse verfasst (Quelle), in einem Alter, indem manchen Jugendlichen noch die wohlige Illusion innewohnen mag, es lasse sich so einfach zwischen Gut und Böse unterscheiden. Zumindest mir ging es damals so.

Als ich selbst in der 10. Klasse war, im Jahr 2004, da gab der damalige US-Präsident George W. Bush zu, dass er Zweifel an den Geheimdienst-Berichten über die Massenvernichtungswaffen im Irak hatte. Das heißt: Zweifel am offiziellen Grund für den »Krieg gegen den Terror«, den er kein ganzes Jahr zuvor – völkerrechtswidrig – begonnen hatte.

Neu ist die Einsicht gewiss nicht, aber jede Generation lernt diese Lektion wohl auf eigene Weise, an immer neuen, aktuellen Beispielen:

Es gibt keinen Unterschied zwischen Krieg und Terror. Krieg ist bloß der Terror der Stärkeren.

Tipp: Inwiefern jeder US-Präsident seit 1945 nach den Maßstäben der Nürnberger Prozesse selbst Kriegsverbrechen begangen hat, erläutert Noam Chomsky in diesem ▶️ Video (englischsprachig).

Wir sind, bis heute, von aggressiven, unberechenbaren Mächten umgeben. Wir spüren, seit jeher, aggressive und unberechenbare Anlagen in uns selbst. Wie gehen wir damit um? Dazu, abschließend, ein kurzer Rückblick und Ausblick zu diesem leidigen Thema.


Warum Krieg? · Rückblick und Ausblick

Für alles, was sich die Menschen seit jeher nicht beantworten konnten, hatten sie lange Zeit ihre Gottheiten. Wie Platzhalter in der Erklärung der Welt. Und fast jede Religion, die mehrere Gottheiten verehrte, sah den Krieg dabei als eigenen Zuständigkeitsbereich.

So hatten die Griechen der Antike ihren Gott des Meeres, der sie seit Menschen-Gedenken umgab. Ebenso gab es einen Gott des Todes, der unausweichlich war. Einen Gott des Eifers, einer urmenschlichen Eigenschaft.

Und irgendwo dazwischen, zwischen dem, was immer da war und unausweichlich ist und tief dem Menschen innewohnt, liegt der Krieg. Ares hieß der Gott des Krieges bei den Griechen. 🏛️ Der »städtevertilgende Ares«, wie Hesiod ihn in seiner Theogonie nannte.

Das Christentum glaubt nur noch an den einen Gott, der die Welt und die Menschen erschaffen haben soll. Als Schutzpatrone der Krieger gelten den Christen der Erzengel Michael und Heilige wie St. Georg.

Doch in Sachen Zuständigkeitsbereiche ist im Wesentlichen einer für alles verantwortlich: der Allmächtige eben. Warum dieser Allmächtige Krieg und Leiden überhaupt zulässt, diese Frage zur Gerechtigkeit Gottes wird als Theodizee-Problem diskutiert.

Der Theodizee-Begriff geht auf den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz zurück. Der erklärte alle Leiden der Menschheit als notwendiges Übel in einer Welt, die für ihn die »beste aller möglichen Welten« war. Seine Begründung dahinter ist komplex und ginge hier zu weit.

Ein anderer Philosoph jedenfalls fand den Optimismus, der in Leibniz’ Einschätzung mitschwingt, so naiv, dass er als Antwort darauf eine Satire schrieb. Der Philosoph hieß Voltaire und sein Stück trug den Titel Candide oder der Optimismus.

Vom Handeln und Hoffen

Candide handelt von einem Helden, der die Welt in all seiner Grausamkeit erlebt – und die Menschen in ihrer Unverbesserlichkeit. Der Ausweg, das Stück aufzeigt, ist der Rückzug in die gemütliche, häusliche, ignorante Idylle.

So viel Wahrheit in Candide stecken mag: diese Lösung hilft uns nicht weiter. Einerseits sind wir dem Weltgeschehen mit einer unerträglichen Ohnmacht ausgeliefert. Andererseits wurzelt das Weltgeschehen im kleinen, lokalen Miteinander, das wir mit gestalten können.

Politisch sein heißt nicht, eine Karriere in der Politik anzustreben. Es heißt, sich umeinander zu kümmern. Im Kleinen, wenn es um das alltägliche Handeln geht: das Kümmern um Familie, Freunde, Nachbarn.

Im Großen, wo sich das Handeln uns »einfacher Menschen« oft im bloßen Sprechen über die Geschehnisse erschöpft, müssen wir begreifen, dass wir – auf der guten, engen Erde – alle eine Familie, alle Nachbarn sind und wenn nicht Freunde sein mögen, so doch wenigstens freundschaftlich miteinander umgehen sollten. 🤝

Ich bin 1989 geboren, das »Jahr des Mauerfalls«, wie es heißt. Wie es nie hieß: das Jahr, in dem in Äthiopien, Afghanistan, Eritrea, Georgien, Guatemala… und über einem Dutzend anderen Ländern gerade Krieg oder kriegsähnliche Zustände herrschten.

Das »Jahr des Mauerfalls« ist nicht nur die schönere Formel, sondern eben auch die größere Besonderheit. Dass Menschen sich vereinen, statt einander zu bekriegen, Mauern öffnen, statt Städte zu attackieren – das ist etwas Besonderes, etwas unwahrscheinlich Schönes.

Und das lässt hoffen.

Vom Hoffen und Handeln

Der erste Krieg, den ich als Kind wahrgenommen habe, als fernes Geschehen und doch nah genug, um mir schlaflose Nächte wegen abstrakter, beklemmender Sorgen zu bereiten, war der Kosovo-Krieg 1998/99.

Damals fragte ich mich, warum Gott nicht einfach alle Waffen in weiße Tauben verwandeln und fertig. Fand ich eine gute Idee.

Heute kriege ich die Krise, wenn nach Amokläufen nur »thoughts and prayers« getwittert werden, statt der Tatsache ins Auge zu sehen, dass keine höhere Macht verantwortlich ist, sondern wir selbst es sind.

Heute könnte ich heulen, wenn ich an die Kinder denke, die nachts wach liegen und sich Sorgen machen, wegen all dem Irrsinn dieser Zeit. Und die Kinder, für die es nicht nur abstrakte Sorgen sind, sondern die in konkreter Bedrohung leben.

Ich weiß nicht, in welchem Alter und aus welchen Gründen es anfängt. Aber Menschen haben die dumme Gewohnheit, immer wieder Steine aufeinander zu setzen, neue Mauern zu errichten, zwischen sich und der Welt.

Menschen haben die dumme Hoffnung, damit sich selbst und »die eigenen Leute« zu schützen, als säßen wir nicht alle im selben Boot.

Wer sich einmauert und hofft, die Probleme unserer Zeit absitzen oder ausschließen zu können, hat die Probleme nicht begriffen oder nimmt sie nicht ernst. Und wer andere angreift – egal ob mit Kriegseinsätzen oder in Kommentarbereichen – trägt nur zu neuen Problemen bei.

Doch es reicht.

Wir haben genug. Genug Probleme, die so groß sind, dass es Zusammenhalt braucht. Dies auszusprechen, im Gespräch sachlich zu bleiben und nach Lösungen zu suchen, das sind schon drei kleine Dinge, mit denen jeder einzelne Mensch seinen Beitrag zu einem friedlicheren Miteinander leisten kann. Im Kleinen, fürs Große. ✌️

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