Im Namen des Täters · Kurzfilm über Kidnapping

Der 20-minütige Kurzfilm Im Namen des Täters ist rund um den Jahreswechsel 2011/12 entstanden. Das Kammerspiel erzählt von einem Kidnapping, das gründlich schiefläuft. Die Besetzung besteht zum größten Teil aus Laien. Gefilmt wurde überwiegend mit einer DSLR-Kamera.

Zur Handlung des Kurzfilms

Kurz und knapp: Eine Großmutter gewinnt im Lotto. Kurze Zeit später gerät ihre Enkelin in die Hände zwielichtiger Gestalten. Diese stellen sich jedoch als etwas weniger geschickt heraus. Ein kleines Missverständnis in der Kommunikation sorgt für ein großes Desaster im Kidnapping-Keller.

Der Radio-Moderator verliest die Lottozahlen. Eine ältere Dame, Frau Obermeyer, hat Glück: sechs Richtige! Pech für ihre Enkelin, die kurze Zeit später durch einen Betäubungspfeil in den Nacken ausgeschaltet wird. Gefesselt wacht sie in einem düsteren Keller auf. Es gelingt ihr, sich aus den Fesseln zu befreien. Doch dann hört sie, dass sie nicht allein ist. Ein zweites Mädchen ist im Keller gefangen. Die beiden Opfer verstehen sich nicht auf Anhieb miteinander. Das mag an sprachlichen Differenzen liegen. Als dann auch noch die Kidnapperin und wenig später deren Komplize hinzustoßen, ist das Chaos komplett. Kann eine Schusswaffe Ruhe reinbringen? Oder braucht es dazu eine Säge?

Hinweis: Der Kurzfilm Im Namen des Täters ist auf YouTube verfügbar, in teils deutscher, teils spanischer Sprache, mit englischen Untertiteln:

Zum Hintergrund von Im Namen des Täters

Der Film ist als Freizeitprojekt entstanden, aus einer spätpubertären Faszination für Fesseln, festgefahrene Situationen und absurde Komik. Rückblickend erhält dieses Werk aus medienpädagogischer Sicht eher das Prädikat »nicht besonders wertvoll«. Als erster Film, der fast ausschließlich mit einer DSLR gedreht wurde (mit einer Nikon D90, die als eine der ersten Modelle Videos im HD-Format aufzeichnen konnte), war Im Namen des Täters rein handwerklich eine wichtige Übung für mich als Kameramann, Anfang 20. Mit seinen Unschärfen, der zittrigen Kameraführung, samt aufdringlichem Rolling-Shutter-Effekt und zu übler Letzt sogar übertriebener Farbkorrektur ist dem Projekt dieser Übungscharakter leider deutlich anzusehen.

Tipp: Weitere eigene Projekte finden sich in der Filmografie.

Zur Inspiration: Spurlos – Die Entführung der Alice Creed

Rückblickend sicher eine (wenn auch nicht die einzige) Inspiration für diesen Kurzfilm war der Thriller Spurlos – Die Entführung der Alice Creed. Dabei handelt es sich um ein Kammerspiel mit drei Personen, gespielt von: Gemma Arterton (Ein Quantum Trost), Eddie Marsan (Tyrannosaur) und Martin Compston (Sweet Sixteen). Der Film beginnt spannend, ganz ohne Dialog, dafür mit deutlicher Bildsprache, verliert sich gen Ende jedoch in einem Überschuss an Wendungen. Bis zu einem gewissen Punkt hätte das Ding sicher gut als Theaterstück funktioniert. Letztlich war Spurlos – Die Entführung der Alice Creed eine gelungene, kurzweilige Unterhaltung mit charismatischem Cast und solider Kameraarbeit – aber kein Film, der wirklich »hängenbleibt«.  

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