Was sind deine Werte? · Lebensbalance

Dieser Beitrag dreht sich um knifflige Fragen, auf die es möglichst klare Antworten geben soll. Fragen wie: Was sind meine Werte? Wie lassen sich persönliche Werte ermitteln? Welche Werte sind heute wichtig? Knifflig ist die Frage, weil Werte nichts sind, was wir im Regal aufbewahren, bei Bedarf rausholen und drauf zeigen können: Das da, das sind meine Werte. Und wie das so ist, mit immateriellen Angelegenheiten, gibt’s keine Antworten, die alle Menschen gleichermaßen zufriedenstellen würden. Das Ziel dieses Beitrags ist daher, eine solche Antwort auf die Frage nach den Werten zu finden, die einerseits ein gemeinsames Fundament vorschlägt und andererseits Spielraum für individuelle Eigenheiten lässt. | Lesezeit: 13 Min.

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Was sind Werte?

Mal wieder beziehe ich mich hier unter anderem auf das Buch Die vier Säulen der Lebensbalance. Denn auch darin geht es um Werte. Genauer: persönliche und soziale Werte. Solche Werte seien hier definiert als Eigenschaften, die Menschen als nützlich oder vorteilhaft empfinden. Aber wie findest du deine Werte? Dazu gibt’s gleich eine Methode, live erprobt. Der Autor Marco von Münchhausen listet in besagtem Buch mehrere Erkennungsmerkmale von Werten auf. Meine Top 3 aus dieser Liste lauten: Werte…

  • ziehen den Handlungsrahmen auf
  • zeigen Prioritäten an
  • zeichnen Vorbilder aus

Handlungsrahmen, Prioritäten, Vorbilder. Das sind drei gute Stichworte, auf die wir gleich zurückkommen. Vorweg noch ein Zitat von Münchhausen, der da schreibt (S. 172):

Mit dem Heranwachsen reift unser Verständnis für Recht und Unrecht, ebenso entwickelt jeder Mensch für sich individuelle Vorstellungen darüber, was er ablehnt und was er für gut befindet. Dieser Prozess verlangsamt sich im Laufe des Lebens bei vielen, bei einigen hört er sogar ganz auf.

Werte im Wandel

Gemeint sind Menschen, deren Werte unerschütterlich feststehen und nicht mehr hinterfragt werden. Aber was denn auch sonst? Werte wechseln wie Winterreifen? Münchhausen schreibt über den Wertewandel unserer Zeit. Darüber, dass Familie, Kirche und Politik in Sachen Wertschöpfung an Bedeutung verloren hätten. Nachteil: Verwirrung, vor allem für Leute, die eine Anleitung oder klare Richtlinien zum Leben suchen. Vorteil: Freiheit, vor allem für Leute, die sich eine solche Anleitung oder Richtlinien gerne selbst verfassen wollen. Ob nun selbst verfasst oder gesucht und gefunden, in jedem Fall macht es Sinn, die gegebenen Antworten zu Fragen der Lebensführung hin und wieder zu überprüfen.

Damit kommen wir zum methodischen Teil. Machen wir mal eine Praxis-Übung. Ich denke laut nach, in drei Punkten, und du überlegst, ob das für dein Empfinden Sinn ergibt. Wenn nicht: Warum nicht? Unten gibt’s eine Kommentarfunktion – tob’ dich aus.  


Punkt 1 · Handlungsrahmen

Den Handlungsrahmen, denke ich, geben die wichtigsten Werte vor. Welche könnten das sein? Der Philosoph John Rawls benennt in seinem Werk Eine Theorie der Gerechtigkeit zwei Haupttugenden der Menschen. Eine Tugend lässt sich als moralische Beschaffenheit deines Handelns oder eine geistige Haltung verstehen, die so sehr in dein Denken übergegangen ist, dass du ihr unbewusst treu bleibst. Die beiden Haupttugenden bei Rawls sind: hinsichtlich unserer Gedanken die Tugend der Wahrheit, und hinsichtlich unserer Gesellschaft die Tugend der Gerechtigkeit.

Die Grundwerte

Ohne Wahrheit kannst du dich auf nichts verlassen. Um handeln zu können, brauchst du die Gewissheit, dass die Gedanken, auf die sich deine Entscheidungen stützen, wahr sind – sonst verfehlen deine Handlungen deine Ziele. Und ohne Gerechtigkeit kannst du auf nichts vertrauen. Um deine Ziele verfolgen und in Freiheit leben zu können, brauchst du die Gewissheit, dass die Menschen um dich herum gerecht sind, sonst sind deine Freiheit und deine Ziele ständig in Gefahr.

Der Vorrang der Gerechtigkeit wird zum Teil damit begründet, daß die Interessen, die eine Verletzung der Gerechtigkeit erfordern würden, keinen Wert besitzen und daher die Gerechtigkeit nicht außer Kraft setzen können.

John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit, S. 50

Ehrlichkeit und Fairness

Aus den Tugenden lassen sich Werte ableiten. Aus der Wahrheit als Tugend ergibt sich die Ehrlichkeit als Wert im Sinne einer Eigenschaft, die wir als wertvoll empfinden. Und aus der Gerechtigkeit als Tugend ergibt sich die Fairness als Wert. Ich finde, diese beiden Werte geben einen guten Handlungsrahmen vor.

Wenn ich diesen Rahmen akzeptiere, dann handele ich nach bestem Wissen und Gewissen als ehrlicher und fairer Mensch. Ehrlich mir selbst und anderen gegenüber, und fair in Anbetracht der gegebenen Unterschiede, die manche von uns bevorzugen und andere benachteiligen. Als ehrlicher Mensch will ich mich bemühen, Fakten von Fiktion zu trennen und Lügen weder zu glauben noch zu verbreiten. Als fairer Mensch will ich versuchen, mir der Zufälle, die mich in meine Situation gebracht haben, bewusst zu sein, und mit meinen Handlungen nicht die Freiheit anderer zu verletzen. Okay, der Rahmen steht.

Freiheit als Wert

Ehrlichkeit und Fairness gehen der Freiheit als Wert voraus, doch das macht diesen nicht weniger wichtig für den Handlungsrahmen. Die Freiheit ist die darin aufgespannte Leinwand, ohne die es nichts einzurahmen gäbe. Ohne Rahmen wiederum gäbe es keine Freiheit. Zumindest nicht für alle gleichermaßen, sondern in Anbetracht der Unterschiede, die wie gesagt manche bevorzugen und andere benachteiligen, könnten sich die bevorzugten Menschen die Freiheit nehmen, die benachteiligten Menschen ihrer Freiheit zu berauben. Dabei können sie Lüge und Unrecht einsetzen, weil es ja keinen Handlungsrahmen von Werten gibt, der sie daran hindert.

Nur mit einem Rahmen, den Ehrlichkeit und Fairness vorgeben, ist Freiheit für alle in Aussicht gestellt. Aber was nun damit anstellen? Die Freiheit ermöglicht uns erst, unser Wertesystem weiter ausmalen, in den eigenen Lieblingsfarben. Oder, um die Metapher wieder wegzuwischen: ganz nach den persönlichen Prioritäten.


Punkt 2 · Prioritäten

Unsere Prioritäten geben uns die Werte vor, nach denen wir uns innerhalb des Rahmens richten können und möchten. Welche wären das? Die Autorin Vera Birkenbihl schlägt ein Gedankenexperiment vor, das Münchhausen in sein Lebensbalance-Buch (S. 174) mit aufgenommen hat. Es geht so:

Stellen Sie sich vor, Sie müssten für fünf Jahre auf eine einsame Insel ziehen. Welche fünf Personen würden Sie gern als Begleiter mitnehmen wollen?

Erstmal, Kritik: Wenn ich fünf Personen mitnehme, ist es keine einsame Insel mehr. Aber gut, um der Sache willen überlegen wir mal. Erlaubt sind Menschen aus deinem Bekanntenkreis, ebenso Prominente, Verstorbene oder fiktive Figuren.

Das Insel-Experiment

Ich lasse Familie und Freunde mal außen vor und wähle meine Top 5 in Sachen Reisebegleitung aus der Riege fiktiver Figuren, ganz fix: Joy aus dem Pixar-Film Alles steht Kopf, Unity aus der Serie Rick and Morty, Dante Quintana aus Jugendbuch Aristoteles und Dante, Nina Rosario aus dem Musical In the Heights – und Sherlock Holmes. Das Experiment geht weiter:

Und nun fragen Sie sich bitte, warum Sie sich für diese Personen entschieden haben. Welche Eigenschaften haben diese Menschen, die Ihnen gefallen?

Okay, easy – zumindest bei Joy, die würde ich wegen der Freude mitnehmen, die sie verkörpert. Dahinter steckt, denke ich, die Eigenschaft der Zuversicht. Check.

Next: Unity ist eine Schwarm-Intelligenz, die sich in andere Lebewesen hineinversetzen kann. Blöderweise löscht sie dabei Persönlichkeiten aus und könnte der Versklavung bezichtigt werden – aber letztlich strebt sie nach Einheit und bringt Streitparteien zusammen. Da scheint doch zumindest die potentielle Eigenschaft des Harmonie-Strebens vorzuliegen, die ich gut finde.

Reisebegleiter Nr. 3: Dante Quintana ist ein einfühlsamer junger Mann mit Hang zum Zeichnen und einer Liebe für Bücher. Ihn würde ich wegen seiner Eigenschaft der Rücksicht dabeihaben wollen – und weil er bestimmt ein guter Gesprächspartner wäre.

Fünf Freunde auf der einsamen Insel

Das gilt sicher auch für Nina Rosario. Im Musical In the Heights (das unlängst verfilmt wurde – hier geht’s zum Trailer) singt sie davon, dass sie ihr Studium aufgeben will, mangels Zuversicht. Doch dann erinnert sie sich an ihre alte Abuela Claudia, die Nina alles beibrachte, und trotz ihres Heimwehs will Nina das Studium fortsetzen. Bei ihr finde ich die in Wort und Gesang ausgedrückte Eigenschaft der Hingabe toll.

Zuletzt, Sherlock: Mir fällt gerade kein achtsamerer Mensch ein, als dieser Typ – was in vielen Fällen nützlich ist. Etwa wenn’s Stress gibt, auf unserer Insel, und Joy plötzlich vergiftet am Strand liegt. Wer ist’s dann gewesen, Dante, Nina oder Unity? Ich ja wohl nicht! Da muss Sherlock ran. Ihn würde ich wegen seiner Eigenschaft der Aufmerksamkeit mitnehmen, die ich sehr wertvoll finde.

Werte zeigen uns Prioritäten, schreibt Münchhausen. Indem ich mir nun eine Reisebegleitung zur einsamen Insel aufgrund bevorzugter Eigenschaften zusammengestellt habe, sehe ich meine Prioritäten vor Augen: Zuversicht, Harmonie, Rücksicht, Hingabe und Aufmerksamkeit, diese Eigenschaften sind mir wohl so wichtig, dass ich sie meine Werte nennen würde.

Info: Wem dieses Experiment zu verspielt ist, kann sich auch einfach durch eine Liste mit Werten scrollen und selbst abwägen, was wichtig ist. Einen kleinen Katalog mit Werten und Tugenden findest du weiter unten.


Punkt 3 · Vorbilder

Werte schaffen Vorbilder, heißt es im Lebensbalance-Buch noch – und Vorbilder festigen Werte, würde ich ergänzen. Wertewandel ist nicht nur ein gesellschaftliches Phänomen, sondern ein persönliches. Selbst wenn du dir über deine Werte im Klaren bist oder wirst, hier und jetzt, bleibst du weiterhin anderen Werten ausgesetzt, in der Kultur₃, in der du lebst. (Siehe: Was ist Kultur?)

Um sich von der künstlichen Metapher eines gerahmten Bildes mal abzuwenden, hin zu einer eher naturbelassenen Metapher passend zur rauen Wirklichkeit, würde ich sagen: Werte sind Steine am Strand des Lebens, die mit jeder Welle geschliffen und manchmal weggespült werden.

Steine am Strand des Lebens

Manche Werte sind kostbare Edelsteine, andere eher zur Steinigung geeignet. Das Meer hat zuweilen die Angewohnheit, Steine zu sortieren. Am Chesil Beach in Dorset, England, da lässt sich das beobachten: Über Dutzende Strandkilometer und viele Jahrhunderte hinweg wurden die Steine dort vom Meer sortiert. Von erbsengroß in West Bay bis orangengroß bei der Isle of Portland. Auch die Gesellschaft formt uns und sortiert uns manchmal zu Unseresgleichen.

Doch wir Menschen als Werttragende und Wertempfindende sind eben selbst keine Steine, sondern können uns bewegen und handeln. Um das Handeln als Hauptmerkmal des spezifisch menschlichen Lebens geht’s vertiefend im Exkurs zu Hannah Arendt (Beginnend mit einem Blick in ihr Buch Vita activa oder Vom tätigen Leben). Menschen jedenfalls haben keine andere Wahl, als anderen Werten zu begegnen. Das lädt dazu ein, bei Gelegenheit auf »die Anderen« zu zeigen: Hier, die da sind ja auch nicht ehrlich, die sind ja auch nicht fair. Aber der bloße Verweis auf andere Möglichkeiten ist kein Argument, sondern eine Ausrede, die eigenen Werte nicht hinterfragen oder verteidigen zu wollen.

Von den Werten zu den Stärken

Ausreden sind der leichte Weg. Der steinige Weg ist das stete Hinterfragen und Verteidigen. Auf dem steinigen Weg gibt’s Hürden, du brauchst Kraft und Ausdauer. Aber auf diesem Weg kannst du auch was in die Hand nehmen und aufbauen. Auf dem anderen Weg liegt nichts, mit dem sich etwas machen ließe. Nur auf dem steinigen Weg kommt das zum Einsatz, worum es im nächsten Beitrag geht: deine Stärken. Das ist ein Thema, von dem ein wichtiger Bereich aus der Welt der Werte profitieren kann, der hier gar nicht zur Sprache kam: dein Selbstwertgefühl.

Ende der Praxis-Übung. Das waren ein paar Gedanken und Antworten zu Fragen nach den eigenen Werten. Auf die Frage, was deine Werte sind, kannst du dir nur selbst eine Antwort geben. Bestenfalls hilft dir dieser Beitrag dabei, was die Methode angeht. Wozu es gut sein soll, sich über seine Werte im Klaren zu werden? Es hilft dabei, deinen Stärken eine Richtung zu geben und dir selbst Ziele zu setzen.


Beispiele für Werte · Liste

Nachfolgend ein Katalog von Werten bzw. eine Werte-Liste. Diese Auswahl beansprucht keine Vollständigkeit. Zu den Begriffen: Werte (values) im Sinne persönlicher oder sozialer Werte sind Eigenschaften, die wir als wichtig empfinden. Prinzipien (principles) sind Grundsätze, mit denen Überzeugung ausgedrückt werden. Tugenden (virtues) sind solche Eigenschaften, die wir bewusst so sehr verinnerlichen, dass sie zur festen Charakter-Eigenschaft im Sinne einer Haltung wird. Bewusst heißt, dass wir mit Überlegung die beste Mitte einer Eigenschaft suchen, zwischen den Extremen (zu wenig von einer Eigenschaft – zu viel von einer Eigenschaft). Synonyme sind schlicht alternative Begriffe.

Grundwerte

Die Grundwerte umfassen zwei negative Eigenschaften, das heißt: Eigenschaften, die Menschen dazu anhalten, etwas nicht zu tun. Wer sich an diese Werte nicht hält, richtet aktiv einen Schaden an, sei es durch das Verbreiten von Lügen oder das Unterstützen von Ungerechtigkeit. Beides gefährdet die Freiheit anderer Menschen.

Ehrlichkeit · honesty

  • Tugend: Wahrheit · truth
  • Extreme: verlogen – verletzend
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, nicht zu lügen.

Fairness · fairness

  • Tugend: Gerechtigkeit · justice
  • Extreme: ungerecht – (kann es zu viel Fairness geben?)
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, niemandem Unrecht zu tun.

Tipp: Über die Gerechtigkeit als negatives Handeln schrieb auch Adam Smith in Theorie der ethischen Gefühle (1759).

Freiheit für alle

Die Grundwerte bilden die Voraussetzung für Freiheit · freedom als Eigenschaft, die willentliche Wertschätzung erst möglich macht. Das heißt: Erst durch Ausrichtung an den Grundwerten können alle Menschen gleichermaßen frei sein – und nicht nur diejenigen, denen Wahrheit und Gerechtigkeit nichts wert ist.

Soziale, gesellschaftliche Werte

Freundlichkeit · kindness

  • Tugend: Wärme · warmness
  • Extreme: gefühlskalt – überschwänglich
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, andere freundlich zu behandeln.
  • Synonyme: Herzlichkeit

Harmonie-Streben · striving for harmony

  • Tugend: Friedlichkeit · peacefulness
  • Extreme: streitlustig – konfliktmeidend
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, Konflikte zu lösen.

Hilfsbereitschaft · helpfulness

  • Tugend: Engagement · engagement
  • Extreme: Hilfe unterlassen – blindem Aktionismus verfallen
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, anderen Hilfe zu leisten.

Kontrolle · control

  • Tugend: Dominanz · dominance
  • Extreme: Kontrollverlust, Ohnmacht – Kontrollzwang, Machtmissbrauch
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, andere Menschen anzuführen.
  • Synonym: Macht

Mut · bravery

  • Tugend: Tapferkeit · courage
  • Extreme: feige – übermütig
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, anderen in Gefahr zu helfen.

Respekt · respectfulness

  • Tugend: Anstand · decency
  • Extreme: respektlos – ehrfürchtig
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, anderen Anerkennung entgegenzubringen.
  • Synonyme: Höflichkeit, Menschlichkeit, Toleranz

Rücksicht · consideration

  • Tugend: Geduld · patience
  • Extreme: rücksichtslos – gleichgültig
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, die Unterschiede anderer zu berücksichtigen.

Selbstkontrolle · self-control

  • Tugend: Gehorsam · submission
  • Extreme: undiszipliniert – blind gehorsam (gegenüber Menschen, die Macht missbrauchen)
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, anderen Menschen bzw. Regeln zu folgen.
  • Synonyme: Disziplin

Wohltätigkeit · charity

  • Tugend: Nächstenliebe · benevolence
  • Extreme: unbarmherzig – selbstlos
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, anderen Gutes zu tun.
  • Synonyme: Barmherzigkeit, Güte, Philanthropie

Zuverlässigkeit · reliablitiy

  • Tugend: Loyalität · loyality
  • Extreme: untreu, unzuverlässig – blind ergeben (gegenüber Menschen, die Vertrauen missbrauchen)
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, anderen gegenüber vertrauenswürdig zu sein; das Vertrauen anderer Menschen zu verdienen.
  • Synonyme: Genauigkeit, Pünktlichkeit, Sorgfalt, Treue

Individuelle, persönliche Werte

Aufmerksamkeit · attention

  • Tugend: Achtsamkeit · mindfulness
  • Extreme: unaufmerksam – »im Tunnel« (für nichts anderes mehr empfänglich)
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, mich persönlich nicht ablenken zu lassen.
  • Synonym: Fokus, Konzentration

Ehrgeiz · ambition

  • Tugend: Tüchtigkeit · efficiency
  • Extreme: faul – übereifrig
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, persönlich viel zu schaffen.
  • Synonym: Fleiß

Glaube · belief

  • Tugend: Überzeugung · conviction
  • Extreme: pessimistisch – optimistisch
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, zu hoffen.

Hingabe · commitment

  • Tugend: Leidenschaft · passion
  • Extreme: lustlos – fanatisch
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, mich persönlich einzubringen.
  • Synonym: Energie

Humor · humor

  • Tugend: Witz · wit
  • Extreme: humorlos – zynisch
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, das Leben nicht allzu ernst zu nehmen.

Initiative · initiative

  • Tugend: Einsatzbereitschaft · willingness
  • Extreme: zaghaft – überstürzt
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, persönlichen Willen zu zeigen.
  • Synonyme: Entschlossenheit

Kreativität · creativity

  • Tugend: Innovation · innovation
  • Extreme: einfallslos – manisch
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, etwas zu erschaffen.
  • Synonyme: Einfallsreichtum

Nachhaltigkeit · sustainability

  • Tugend: Mäßigung · temperance
  • Extreme: verschwenderisch – geizig
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, mit Ressourcen vorausschauend umzugehen.
  • Synonyme: Sparsamkeit

Vorsicht · caution

  • Tugend: Bedachtsamkeit · thoughtfulness
  • Extreme: unvorsichtig – ängstlich
  • Prinzip: Ich finde es wichtig, persönliche Risiken zu bedenken.
  • Synonyme: Sicherheit

Wissbegier · curiosity

  • Tugend: Weisheit · wisdom
  • Extreme: ignorant – arrogant
  • Prinzip: Mir ist es wichtig, Wissen und Verständnis zu erlangen.
  • Synonym: Neugier

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